Wir erinnern uns: Zu Blütezeiten der New Economy hatte ein Gesellschaftsspiel namens “Bullshit-Bingo” Konjunktur. Das Spiel ging so, dass jeder Spieler vor einem Meeting auf einem Zettel die in der Firma gebräuchlichsten Worthülsen von “Synergiepotential” über “Kundenorientierung” bis “Benchmarking” notierte und abhakte, wenn sie im Vortrag oder in der Diskussion auftauchten. Wer als Erster alle Begriffe auf seinem Zettel abgehakt hatte, hätte aufspringen dürfen und “Bullshit!” rufen dürfen, wenn das Spiel nicht meist nur als subversives und Trost spendendes Gedankenexperiment praktiziert worden wäre. Die New Economy ist vorbei, aber der Bullshit ist geblieben.
Gelesen in “Wir nennen es Arbeit – Die digitale Bohème oder intelligentes Leben jenseits der Festanstellung” von Holm Friebe und Sascha Lobo (wirnennenesarbeit.de)
Ähnliche Artikel:

